Detlef Scheer

So findet Ihr Beratungs-Kunde die Lösungen in sich selbst 

Sie haben einen Beruf, in dem Sie immer wieder in Beratungssituationen geraten? Sie sind engagierter „Laienberater“ einer Organisation? Sie sind in der Personalabteilung oder gar in der Personalentwicklung eines Unternehmens beschäftigt? Sie gehören einem Verein an, der Menschen mit Problemen unterstützt? Sie sind Lehrer oder Führungskraft oder haben in Ihrem Ingenieur-Büro die unterschiedlichsten Kunden? Wahrscheinlich haben Sie es auch schon erlebt: Menschen brauchen keine Ratschläge, die dann doch nicht befolgt werden. Sie müssen als Berater nicht stellvertretend für Ihre Kunden deren Probleme lösen! Menschen brauchen die Kompetenz, für sich selbst tragfähige Lösungen zu entwickeln. Und dabei können Sie sie in Ihrer Rolle des Beraters oder Coaches oder auch der Führungskraft unterstützen. Ihre Kunden / Mitarbeiter werden Ihnen dankbar sein!

In unserer Kultur scheinen Ratschläge eine sehr zwiespältige Rolle zu spielen: Sie gelten als willkommen und erforderlich, als positiv. Schließlich gibt es ja einen gesellschaftlichen Konsens darüber, dass man denen hilft, die Hilfe bedürfen. Und obwohl das Risiko von Ratschlägen seit Jahrzehnten in der Literatur zu Beratungs- und Coaching-Techniken immer wieder thematisiert wird, besonders von Anhängern der systemisch-konstruktivistischen Schule, tauchen sie immer wieder auf, die (gut gemeinten) Ratschläge, und machen einem manchmal das Leben ganz schöne schwer! Wann waren Sie selbst das letzte Mal mit Ratschlägen so richtig unglücklich? Selbst, wenn Sie um sie gebeten hatten, beispielsweise bei einem guten Freund, bei Ihrem Chef, bei einem Coach? Weil Sie sie einfach nicht befolgen konnten, sie schnell wieder vergessen haben oder weil sie damit einfach überfordert waren, weil sie nun überhaupt nicht zu Ihnen gepasst haben oder bestimmte Kompetenzen zur Umsetzung offenbar fehlten?

 

Warum wir Ratschläge oft nicht befolgen

 

Wenn es nicht um die banale Frage geht: „Wann kommt denn die Linie 4? Wissen Sie das? Hier auf dem Plan steht 16.30 Uhr, aber jetzt ist es schon 16.35 Uhr…“ – „Wie komme ich denn sonst noch zum Bahnhof, wissen Sie das?!“ – „Sagen Sie, wissen Sie, wie spät es ist?“

Hier sind konkrete Antworten gefragt („Nehmen Sie die „1“, die fährt auch zum Bahnhof!“) oder Ratschläge_ „Gehen Sie doch einfach zu Fuß, das dauert auch nur 15 Minuten, Sie kriegen Bewegung und das noch bei so schönem Wetter wie jetzt! Das ist gesund!“

In diesem Falle wollen Sie wohl nicht hören wollen: „Was würde es Ihnen denn nützen, wenn ich Ihnen jetzt sagte, wie spät es ist?“ Ganz im Gegenteil: Je nach der Stärke ihres bereits angestauten Frustrations- und sich möglicherweise entwickelnden Aggressionspotenzials hätte so ein Berater wohl schnell das Nachsehen!

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So findet Ihr Beratungs-Kunde die Lösung selbst

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