Es gibt wohl kaum ein Thema zu dem so viel geschrieben und debattiert wurde wie zum Thema Qualität in den letzten zehn – zwanzig Jahren. Trotzdem:
Mein Ausbildungshintergrund in dürren Angaben:

Ich bin

– gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann

– studierter Diplom-Psychologe                                                                                                                                            

habe eine einjährige Weiterbildung zum systemischen Coach bei Prof. Dr. Uwe Grau und der    Kieler Beratungsgruppe absolviert                                                                                                                                  

und habe inzwischen schätzungsweise 50 mehrtägige Seminare zu Trainings, psychologischen und Coaching – Themen absolviert.

– Ich war 4 Jahre angestellt als Referent für Führungskräftetraining und bin seit 1991 selbständig als Trainer, Coach und Autor.

Zur Diskussion um Zertifikate: In den letzten beiden Jahrzehnten wurden immer mehr Zertifikate auf den Markt gebracht. Aber wer ist als potenzieller Kunde (Laie) schon in der Lage, die Seriosität eines (selbsternannten) „Instituts“ einzuschätzen? Und der Begriff „Coach“ ist nach wie vor nicht geschützt! Seit einiger Zeit sind aber Zertifikate auf dem Markt, die transparent und auch für „Laien“-Kunden nachvollziehbar sind. Es gibt mit Sicherheit andere gute Zertifikate, ich habe mir mein Studium als Studium „EuroPSych“ entsprechend zertifizieren lassen. So ist es europaweit vergleichbar. Und dich habe mit für ein Coaching – Zertifikat entschieden:

„Senior Coach (BDP)“

Warum? Weil es Sinn macht, dass man das, was man Kunden  anbietet auch gelernt hat und dass man das für potenzielle Kunden transparent macht, so gut es eben geht. Um mit Menschen professionell zu arbeiten, reicht meiner Meinung nach als Qualifikation kein Wochenend-Seminar aus zum Thema: „Entfalte dich selbst!“

Das Wesentliche an genannten Zertifikat ist das Folgende:

„Senior Coach BDP“ darf sich nennen, wer erstens ein wissenschaftliches Studium der Psychologie mit einem Diplom abgeschlossen hat (in Einzelfällen wird durch eine Kommission die Gleichwertigkeit eines anderen Studiums geprüft). Außerdem  muss eine Zusatzausbildung in Coaching- Methoden nicht unter 120 Unterrichtstunden nachgewiesen werden. Drittens erhält den Titel „Senior Coach“ jemand, der nachweislich mindestens 15 Jahre Erfahrung mit Coaching und direkt verwandten Tätigkeiten hat. Außerdem hält das Zertifikat nur ein Coach, der sich nachweislich laufend weiterbilden lässt. Ein paar weitere Anforderungen kommen hinzu. Diese Bedingungen kann man beim „Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.“ anfordern. Sie sind, ebenso, wie die ethischen Richtlinien, denen sich die Mitglieder mit einem solchen Zertifikat bewusst unterwerfen, nachvollziehbar für jedermann.

„EuroPsych“: Dieses Zertifikat stellt sicher, dass im Dschungel von diversen „Diplomen“, „Bachelor“- und „Master-Abschlüssen“ und den diversen anderen möglichen Studienabschlüssen in Europa nicht der Kunde nach einem Nachweis für eine tragfähige wissenschaftliche Ausbildung fahnden muss, sondern eine Prüfungskommission der „Deutschen Psychologen Akademie GmbH des BDP“ (der Weiterbildner für den Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.). Dieses Zertifikat garantiert eine wissenschaftliche Ausbildung, die mindestens mit dem ehemaligen deutschen „Diplom“ vergleichbar ist.

Weitere Infos über www.bdp-verband.org

Es gibt viele Coaches auf dem Markt, die weder Psychologie studiert haben, noch eine anerkannte Ausbildung besitzen. Das müssen deshalb keine schlechten Coaches sein. Sie können mit viel Branchenerfahrung gute Mentoren sein.

Ebenso sind Menschen mit wissenschaftlichen Abschlüssen nicht dadurch automatisch gute Coaches. Durch die mit dem Zertifikat „Senior Coach BDP“ oder „Coach BDP“ verknüpften Bedingungen aber steigt die Wahrscheinlichkeit deutlich, dass das Coaching für den Kunden (den Coachee) tatsächlich Hilfe zur Selbsthilfe darstellt, und nicht nur womöglich von der noblen Idee geleitet ist, eigene Erfahrungen weiterzugeben (was als Mentor auch sehr hilfreich sein kann).